Geschichte

Die Gründung Neuostheims ist eng mit der damals noch selbständigen Gemeinde Feudenheim verbunden.
  • Um 1900 beschloss man in Feudenheim die Gründung eines Villenvororts auf der Südseite des Neckars.
  • Im Jahre 1905 dann, nach  der Abtretung eines 38 ha großen Geländes an die Süddeutsche Diskontogesellschaft wurden die ersten Wohnhäuser gebaut. Die Feudenheimer Villenkolonie entstand - zwischen Riedbahn, Neckardamm und Seckenheimer Landstraße.
  • Im Jahr 1909 wurde Feudenheim und damit auch Neuostheim nach Mannheim eingemeindet und bereits 1910 kaufte die Stadt den neuen Stadtteil von der Terraingesellschaft ab. Nach Entwässerung, Anschluß an das Versorgungnetz und Befestigung der Straßen, zog 1913 endlich
    die erste Familie nach Neuostheim. Es war die Familie des Mannheimer Hofschlagmeisters Heinrich Brohm, die dem hektischen Treiben der Mannheimer Innenstadt entfliehen wollte.
  • Im Jahre 1913 wurde Neuostheim an das Mannheimer Straßenbahnnetz angeschlossen. Einmal pro Stunde konnten die Neuostheimer Bürger jetzt mit der "Tram" in die Innenstadt fahren.
  • Schon 1926 ging der Flughafen in Betrieb, mit 18 Starts und Landungen pro Tag.
  • Im August 1936 berichtet die "Neue Mannheimer Zeitung", dass sich die Baulücken in Neuostheim, einem der schönsten Stadtteile Mannheims, langsam schließen. Die Straßen, benannt nach berühmten Deutschen Malern seien sauber und ruhig.
  • Neuostheim wuchs schnell. 1938 entstand die Luftwaffenkaserne neben dem Flughafen.
  • Nach dem Krieg kam 1949 der Autohof nach Neuostheim. Auf dem
    12,4 ha groflen Areal siedelten sich schnell LKW- und Autowerkstätten an.
  • Im Jahr 1954 entstand in ansprechender Grünanlage die Johann-Peter-Hebel-Schule. Mit Klassenräumen, Werkstätten, Physiksaal und grofler Pausenhalle. Die Mosaikwand der Pausenhalle wurde vom bekannten Mannheimer Künstler Rudi Baerwind mit phantasievollen Märchen-motiven ausgestaltet.
  • Bereits 1928 war in Neuostheim der Grundstein für das evangelische Gemeindehaus und Kirche gelegt worden. Die Katholiken Neuostheims mussten bis 1956 warten. Am 18. März wurde die Kirche endlich geweiht. Danch kam ein Gemeindezentrum und ein Kindergarten.
  • Ende der 50iger Jahre wurde das ehemalige Gelände der Luftwaffen-kaserne Standort für die Fachhochschule für Bundeswehrverwaltung und Bundesakademie für Wehrverwaltung und Wehrtechnik.
  • Richtiges Verhalten im Straßenverkehr war das Anliegen der Jugend-verkehrsschule - gegründet im Jahr 1961. Verkehrstraining für Schulklassen, Schülerlotsen aber auch für Jedermann wurde hier regelmäßig angeboten.
  • Bis im Jahr 2002 der Standort der Verkehrsschule nach Käfertal verlegt werden musste. Denn, nach Schließung des Autohofs war das komplette Areal für einen attraktiven Bürostandort vorgesehen. Der Gewerbe- und Technologiepark "Eastside" entstand. Heute beherbergt "Eastside" mit eigenem Autobahnanschluss zahlreiche Firmen aus Forschung und Enwicklung.
  • Im Februar 2010 wurde der Stadtteilverein Neuostheim gegründet.
  • Im Juli 2010 der Baerwindplatz mit Bouleanlage eingeweiht.
  • Im September 2010, zum 100 jährigen Jubiläum Neuostheims, veranstaltete der noch junge Stadtteilverein einen Festakt im Bluetower und ein großes Bürgerfest auf dem Schulhof der Johann-Peter-Hebel-Schule.