Umbau der Theodor-Heuss-Anlage


Liebe Mitglieder und Interessenten
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auf Initiative des Stadtteilvereins hatten wir am vergangenen Freitag, 02.08.2019 einen Informationsrundgang bezüglich der Umbaumaßnahmen der Theodor-Heuss-Anlage mit Herrn Sachs, Abteilungsleiter Neubauprojekte der Stadt Mannheim und Frau Kleemann vom Fachbereich Stadtplanung.

Herr Sachs erläuterte uns, dass der Zustand der alten Radwege durch die Bäume schlecht sei, da die Wurzeln die Radwege beschädigen würden (Unebenheiten, Risse, Löcher, etc.). Der Zustand des Radwegs Richtung Neuostheim sei schlechter als in Richtung Innenstadt.
Wenn man die alten Radwege sanieren bzw. ausbauen würde, könnte das zu einem Absterben der Bäume führen, was wir nicht wollen.
Deshalb hat sich die Stadtplanung dazu entschlossen, nur die Straße in beiden Richtungen grundhaft zu erneuern und einen Radweg Richtung Neuostheim ebenerdig auf der Straße einzuzeichnen.

Beispielfoto
Bildergebnis für radweg mannheim

Das führt dazu, dass die Theodor-Heuss-Anlage kurz vor der ersten Fußgängerampel nach dem Kreisel in Richtung Neuostheim einspurig werden wird.
Herr Sachs und Frau Kleemann befürchten keine größeren Rückstauungen. Herr Sachs sagte, dass man den Radweg jederzeit weiter in Richtung Neuostheim verlegen könnte, wenn es zu massiven Rückstauungen kommen würde.

Rechtsabbieger auf die Parkplätze entlang der Theodor-Heuss-Anlage, insbesondere Ortsunkundige.
Frau Kleemann vom Fachbereich Stadtplanung wollte noch einmal prüfen, welche Möglichkeiten bestünden, dies flüssiger zu gestalten.

In Richtung Zentrum wird auf der Fahrbahn kein Radweg aufgemalt. Hier wird der Straßenbelag grundhaft erneuert. Die Verkehrsführung (2 Spuren9 bleibt wie bisher bestehen. Eventuell wird später auch in diese Richtung ein Radweg aufgezeichnet, wenn sich der Zustand des alten Radwegs verschlechtern würde.

Hohes Verkehrsaufkommen im morgen- und abendlichen Berufsverkehr durch die Firmen an der Theodor-Heuss-Anlage, der Eastsite, des Bildungszentrums der Bundeswehr, der Hochschule der Bundesagentur für Arbeit, des erweiterten Fitnessstudios Pfitzenmeier, etc..
Hinzu kommen die PKWs der Besucher des Luisenparks, des Technoseums, des Waldhof Mannheims, des VfR Mannheims, der Tornados und der BUGA in 2023, etc.

Verkehrszählungen hätten ergeben, dass pro Tag ca. 7000 Kraftfahrzeuge die Theodor-Heuss-Anlage in jede Richtung befahren. Dadurch würde die Theodor-Heuss-Anlage noch große Kapazitätsreserven für den motorisierten Individualverkehr (MIV) aufweisen. Der aktuelle zweispurige Ausbauzustand ist für den MIV überdimensioniert. Leider konnte Frau Kleemann nicht genau sagen, aus welchem Jahr die Zahlen stammen würden.
Herr Sachs sagte, dass es durch diese Maßnahme zu keiner Verschlechterung des Kfz-Verkehrs kommen wird, sondern zu einer Verbesserung des Rad- und Fußgängerverkehrs in Richtung Neuostheim.

Der Stadtteilverein Neuostheim ist PRO Radweg. 
Wir möchten keine Verschlechterung des Verkehrsflusses auf der Theodor-Heuss-Anlage wie nach dem Umbau der Bismarckstraße am Schloss auf die Brücke nach Ludwigshafen.
Herr Sachs sagte, dass die Brückenauffahrt nach Ludwigshafen marode sei und dass die Auffahrt für einen zweispurigen Verkehr nicht mehr ausgelegt sei.
Auch am Neckarauer Übergang hat sich der Verkehrsfluss nach der Erneuerung der Brücke und nur noch einspuriger Fahrbahn verschlechtert.

Gibt es noch Änderungsmöglichkeiten?
Herr Sachs sagte, dass die Bauarbeiten bereits am Kreisel begonnen hätten und bis ca. Ende 2019 abgeschlossen sein sollten. Jede Änderung würde teuer werden (bisherige Kostenschätzung: 
ca. 1,9 Mio €) und die Bauarbeiten verzögern.
Im Oktober 2019 ist die nächste Sitzung des Stadtausschusses für Umwelt und Technik. 
CDU und Mannheimer Liste hätten Änderungsanträge angekündigt. Aber bis heute ist kein schriftlicher Änderungsantrag eingegangen.
Auf unserer Podiumsdiskussion am 1. Mai 2019 vor den Gemeinderatswahlen hatten mehrere Vertreter der Parteien gesagt, dass sie mit den Verkehrsplanungen der Stadt bezüglich der Theodor-Heuss-Anlage nicht einverstanden wären und dagegen vorgehen würden. Scheinbar nur Lippenbekenntnisse.

Der Stadtteilverein ist der Ansicht, dass der meiste Radverkehr nach Neuostheim und in Gegenrichtung auf der Seite des Luisenparks fließt. Deshalb wäre es sinnvoll, einen Zweirichtungsradweg in Richtung Innenstadt zu errichten. Die Stadtplanerin Frau Kleemann sagte, dass die Stadt durch die Errichtung des neuen Radwegs Richtung Neuostheim ein Angebot schaffen möchte, dass mehr Radfahrer auf der anderen Straßenseite fahren, um u.a. die Verkehrsregeln einzuhalten. Die Verlegung der südlichen Radverkehrsführung vom Seitenraum auf die Fahrbahn würde auch eine Verbesserung an Komfort und Sicherheit für die Radfahrer schaffen.

Wir werden sehen, ob es durch diese Umbaumaßnahme zu keiner Verschlechterung des Kfz-Verkehrs kommen wird, sondern zu einer Verbesserung des Rad- und Fußgängerverkehrs in Richtung Neuostheim. Die schönen Bäume bleiben weiterhin stehen und wir haben endlich einen besseren Straßenbelag.

In diesem Zusammenhang fordern wir weiterhin eine Auffahrt von der Hermsheimer Straße in Richtung Neuhermsheim auf die Wilhelm-Varnholt-Allee (B37) bzw. A 656 in Richtung Heidelberg. Eine Auffahrt Richtung Innenstadt gibt es bereits. Die werktäglichen Staus auf der Seckenheimer Landstraße nach Büroschluss ca. vom Bildungszentrum der Bundeswehr bis zur Auffahrt auf die B38a müssen ein Ende haben.

Zum Abschluss möchten wir nochmals betonen, dass die meisten Neuostheimer eine Fahrradstraße auf dem Paul-Martin-Ufer befürworten. Endlich müssen sich Spaziergänger (ältere Menschen, Eltern mit Kindern, etc.) wieder auf den Neckardamm trauen, um dort entspannt, spazieren zu können. 
Leider passiert seit Jahren nichts, weil sich die Parteien nicht einig sind, was sie wollen.