Hier finden Sie Presseartikel über Neuostheim aus 2018/2019.
Keine Gewähr auf Vollständigkeit

LETZER SELBSTSTÄNDIGENTREFF DES STADTVEREINS / VORSITZENDER VON MANGELNDEM INTERESSE ENTTÄUSCHT / AUSTAUSCH ERWÜNSCHT

Gründung von Gewerbeverein gescheitert 
25. September 2019 Autor: Sylvia osthues, Mannheimer Morgen

Es war ein Versuch, die Gewerbetreibenden im Stadtteil zusammen zu bringen, zu vernetzen und dadurch zu stärken. Doch zum letzten Selbständigentreff des Stadtteilvereins Neuostheim im Bistro Mirenes Art kamen gerade mal sieben Teilnehmer, darunter drei Vertreter des Gewerbes aus Neuostheim.

„Die Gründung eines Gewerbevereins hat sich damit erledigt“, bedauerte Initiatorin Ulrike Thomas. Sie hatte in den letzten Monaten alle Gewerbetreibenden im Stadtteil aufgesucht und versucht, sie für die Idee eines Gewerbevereins zu begeistern. Drei Treffen fanden statt, mal mit mehr, mal mit weniger Teilnehmern. „Alle haben gesagt, das ist toll, halten Sie mich auf dem Laufenden“, erinnerte sich Thomas sarkastisch. Niemand hier habe ein Interesse an Gruppenbildung. „Das ist vielleicht auch der Grund, warum sie heute nicht hier sind, weil keiner was machen will“, überlegte Thomas.

Beschwerden von Anwohnern

Es gebe rund 100 Gewerbetreibende in Neuostheim, mithin mehr als man gemeinhin glaubt. Das Potential sei also da, so die Initiatorin. „Doch selbst 100 Gewerbetreibende sind zu wenig, um eine Werbebroschüre, wie in den anderen Stadtteilen, zu erstellen; eine solche Broschüre kostet 2000 bis 3000 Euro, was fehlt ist der Handel“, gab Anzeigenberater Thomas Jentscheck zu bedenken. „Wenn die Gewerbetreibenden noch nicht mal den Weg abends hierher finden, so ist das doch sehr enttäuschend“, bekannte der Vorsitzende des Stadtteilvereins, Stefan Bickmann.

Dabei hätten die Gewerbetreibenden im ruhigen Wohnort mit mancherlei zu kämpfen: Beschwerden über Lärm beispielsweise beim Bistro von Maler und Bildhauer George Mirenes oder Essensgerüche von Restaurants in Häusern mit gemischter Nutzung von Wohnen und Arbeiten. „Gastronomie ist hier schwierig“, weiß Bickmann. Doch es habe auch schon Beschwerden von Anwohnern gegeben über die an- und abfahrenden Krankenwagen beim ThomasCarree. Auch das Einkaufsverhalten der Menschen habe sich geändert. Kleine Lebensmittelgeschäfte könnten kaum überleben, wenn dort nur noch Kleinigkeiten eingekauft würden.

Es gab mal zwei Supermärkte in Neuostheim, doch als der große Edeka-Markt an der Seckenheimer Landstraße aufmachte, begann das Sterben der kleinen Geschäfte in der Dürerstraße“, berichtete Bickmann. Jetzt seien auch noch die Discounter Aldi und Lidl da. Aber ganz aufgeben will der Stadtteilverein das Gewerbe in Neuostheim dennoch nicht. Angebote, sich einzubringen, gab es von anderer Seite: Alex Lastovezki von der Aktionsgemeinschaft der Gewerbetreibenden Mannheim Ost e.V. (ADG) lädt die Gewerbetreibenden ein zum ADG-Forum, in dem es spezielle Informationen für Selbstständige und Möglichkeiten zum Austausch gibt. Außerdem plant der Stadtteilverein Neuostheim anlässlich seines zehnjährigen Bestehens 2020 ein großes Jubiläumsfest.
Dabei können sich die Gewerbetreibenden präsentieren. Nach wie vor werden weitere Aktionen von Selbstständigen für die „Lange Nacht der Kunst und Genüsse am Samstag, 2. November, in Neuostheim gesucht. Wer sich beteiligen will, kann sich an Margoth Werner vom Stadtteilverein wenden. ost
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GEMEINDERAT NEUOSTHEIMER BERND VERMAATEN BERUFEN

FDP: Neuer Bezirksrat

Vor der Sommerpause hat der Gemeinderat den 44-jährigen Neuostheimer Bernd Vermaaten (Bild) in den Bezirksbeirat Neuostheim/Neuhermsheim berufen. Vermaaten (FDP) , vielen im Stadtteil aufgrund seiner langjährigen Arbeit im Stadtteilverein bekannt, ist Geschäftsführer einer eCommerce Firma und Vater von drei Töchtern. Vermaaten bedankte sich für das Vertrauen und erklärte: „Mein Ziel wird es sein, einerseits die Zusammenarbeit mit dem Stadtteilverein zu verbessern und zu intensivieren. Hier kann eine stärkere Vernetzung viel bewirken."

Kinder und Jugendliche im Fokus
Vermaaten betont außerdem: „Ich möchte mich dafürstark machen, dass sich die Stadt stärker für Kinder und Jugendliche einsetzt. Dazu gehören neben Schulsanierungen auch gut gepflegte und attraktive Spielplätze für verschiedene Altersgruppen. Daneben sind Fahrradwege – insbesondere rund um den Neckardamm – ein großes Thema. Die FDP und ich befürworten eine Fahrradstraße auf dem Paul-Martin-Ufer, um die Sicherheit der Fußgänger auf dem Neckardamm zu erhöhen. Die Parkplatzsituation im Stadtteil muss besser werden – insbesondere wenn in der SAP-Arena große Veranstaltungen laufen.“

Volker Beisel, FDP Stadtrat aus Neuhermsheim, freut sich über die Berufung von Vermaaten: „Es ist für uns ein echter Gewinn, dass wir Vermaaten für ein Engagement im Bezirksbeirat gewinnen konnten. Ich werde weiterhin für eine gute Verbindung des Stadtteils direkt in denGemeinderat sorgen. Jetzt habe ich dafür einen starken Verbündeten im Bezirksbeirat und ich freue mich auf die zukünftige Zusammenarbeit“, so Beisel abschließend. lia

Mannheimer Morgen, 
Mittwoch, 18.09.2019
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Neuostheim -
50 Teilnehmer bei der Frühjahrsputzaktion des Stadtteilvereins
Saubere Sache zum Wohl des Stadtteils
Autor: Sylvia Osthues vom Mannheimer Morgen

Bewaffnet mit Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken: Bei herrlichem Frühlingswetter starteten ...

Bewaffnet mit Greifzangen, Handschuhen und Müllsäcken: Bei herrlichem Frühlingswetter starteten circa 50 Teilnehmer zur zehnten Frühjahrsputzaktion in Neuostheim.

50 Neuostheimer trafen sich bei schönem Wetter, um ihren Stadtteil rauszuputzen. Mit großer Freude konnte Vorsitzender Stefan Bickmann bei der zehnten „Frühjahrsputzaktion“ des Stadtteilvereins Neuostheim neben Mitgliedern auch andere freiwillige Helfer begrüßen. „Ich freue mich sehr, dass sich so viele Mitbürger an dieser Aktion beteiligen. Ganz besonders freue ich mich, dass neben den Senioren auch viele Kinder und Jugendliche heute mitmachen“, sagte Bickmann.

Lilo Helfmann war mit 86 Jahren die älteste Teilnehmerin: „Weil es mir Spaß macht und weil Sauberkeit für mich wichtig ist“, sagte sie. Auch Claus-Jürgen Lenz ist nicht das erste Mal dabei. „Inzwischen hat man einen Überblick und Erfahrung, wo die Schmutzecken sind“, erzählte er. Olaf Kaschube und seine Familie helfen mit, obwohl sie nicht Mitglied sind im Stadtteilverein. „Wir machen mit, um zu helfen und damit die Kinder mitkriegen, dass man Sachen nicht auf Boden werfen darf.“

Mülleimer fehlen

Viel Müll lag in den öffentlichen Grünanlagen. „Wo die Stadt ihrer Verpflichtung zur Sauberhaltung leider seit Jahren nicht nachkommt“, bemängelte Bickmann. An vielen Stellen fehlten auch Mülleimer – zum Beispiel auf dem Parkplatz unterhalb der B38a. Unter anderem wurde eine Dokumententasche mit sechs ausländischen Reisepässen gefunden, die bei der Polizei abgegeben wurde. Weitere Fundstücke waren ein Motorradhelm, Fußballschuhe, Sportbekleidung, zahlreiche Radkappen und viele Glasflaschen. Beim anschließenden Helferfest, bei dem jeder zur Belohnung eine Bratwurst, Kuchen, Kaffee und Getränke bekam, wurde viel über die „Vermüllung in Mannheim“ diskutiert. Die Erhöhung des Bußgeldes durch die Stadt sei zwar in Ordnung – „aber wer kontrolliert das?“, fragten sich Teilnehmer. Wichtiger wäre ihrer Meinung nach eine Kampagne zur Müllvermeidung, beziehungsweise das Bewusstsein zu schaffen, keinen Müll mehr in die Natur zu werfen. Zusätzlich müssten mehr Mülleimer aufgestellt werden.

Seit einigen Jahren setzt sich der Stadtteilverein bei der Stadt dafür ein, doch nichts ist passiert“, ärgert sich Bickmann. „Die Bürger aber haben wieder einmal ihren Beitrag für ein sauberes Neuostheim geleistet.“

NEUOSTHEIM 50 000 EURO SCHADEN / RNV-GLEISE BLOCKIERT

Verletzter bei Küchenbrand
Mannheimer Morgen 01.12.2018 Autor: pol/lok

Gestern rückte die Feuerwehr zu einem Brand in Neuostheim aus.

Gestern rückte die Feuerwehr zu einem Brand in Neuostheim aus. © Priebe

Weil eine große Fritteuse einer Gaststätte in Neuostheim in Flammen geraten war, sind Polizei und Feuerwehr gestern Vormittag alarmiert worden. Kurz vor 12 Uhr brach der Brand in der Küche in der Dürerstraße aus. Der Feuer griff auf die Dunstabzugshaube und das Abluftrohr über. Die Feuerwehr konnte die Flammen rasch unter Kontrolle bringen, teilte die Polizei mit. Dennoch wurde die Kücheneinrichtung „stark in Mitleidenschaft“ gezogen. Eine Person wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert, der Sachschaden wird auf 50 000 Euro geschätzt.
Drei weitere Wohnungen in dem Gebäude oberhalb des Brandherdes musste die Feuerwehr aufbrechen, um zu klären, ob sich noch Personen darin befinden. Durch die Löscharbeiten wurden die Gleise der Straßenbahn-Linie 6 versperrt. Die RNV stellte Busse zur Verfügung, die stattdessen fuhren. pol/lok
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SONDERTHEMA
Ein Geist, eine gemeinsam genutzte Kirche
06. Juli 2018 Autor: imp/pr
Ökumenisches Zentrum Neuostheim: Gelebtes Miteinander seit mehr als 40 JahrenBis Mitte 2016 – bis zum Umzug der Sakristei und des Ostkirchlichen Zentrums – sah der Kirchraum ...Bis Mitte 2016 – bis zum Umzug der Sakristei und des Ostkirchlichen Zentrums – sah der Kirchraum von St. Pius so aus. © Kathma
„Uns verbindet mehr, als uns trennt.“ Aus dieser Idee und dem seit mehr als 40 Jahren gelebten Miteinander von Protestanten und Katholiken ist an St. Pius das Ökumenische Zentrum Neuostheim entstanden. Der Wunsch nach Gemeinsamkeit erhielt ungewollte Unterstützung durch einengravierenden Wasserschaden, der die evangelische Thomaskirche dauerhaft unnutzbar machte. Mut, Beharrlichkeit, konzeptionelle Beweglichkeit und das vertrauensvolle Miteinander aller Beteiligten ermöglichten das Ökumenische Zentrum Neuostheim. Es entsteht an der seit 2010 gemeinsam genutzten St. Pius Kirche, die seit über 40 Jahren auch Heimat des „Ostkirchlichen Zentrums Kyrill und Methodius“ ist. Wie die Innenraumaufteilung für die Belange aller gestaltet werden und vor allem die Ikonen integriert werden können, wird aktuell noch geplant. Dabei geht es weniger um gemeinsam genutzte Räume, vielmehr darum, der Ökumene eine neue Qualität zu geben. Das Miteinander in der Kirche wird ansichtig sein durch die Ikonen und sakralen Gegenstände der ostkirchlichen Geschwister sowie die Orgel der Thomaskirche, die künftig in St. Pius erklingen wird. Auch die Glocken sind ein klingendes Zukunftszeichen. Das Ökumenische Zentrum Neuostheim besteht aus der gemeinsam genutzten Kirche St. Pius, dem Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim, einem ökumenischen Pfarrbüro und dem auf dem Gelände befindlichen evangelischen Pfarrhaus, dessen Fertigstellung für September 2018 geplant ist. 
imp/pr© Mannheimer Morgen, Freitag, 06.07.2018
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SONDERTHEMA
Gemeinsam auf dem Weg
06. Juli 2018 Mannheimer Morgen Autor: imp/pr
Verbundenheit: Katholische und evangelische Kindertagesstätten arbeiten Hand in Hand
Das Bewusstsein, dass das, was die katholische und die evangelische Kirche verbindet, viel stärker ist als das, was sie trennt, findet im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim lebendigen Ausdruck. Denn das Miteinander ist für die konfessionellen Kindertagesstätten vor Ort nichts Neues – nichts, was sich erst finden muss. Die ehemalige Kita St. Pius und die evangelischen Kindertagesstätten der Thomasgemeinde in der Dürerstraße (Neuostheim) wie auch im Reiterweg (Neuhermsheim) sind schon seit vielen Jahren gut vernetzt und knüpfen in vielen Bereichen aneinander an.
Sie verbindet als Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft nicht nur das christliche Menschenbild, sondern der Anspruch, den ihnen anvertrauten Kindern – gleich welcher Religion oder Weltanschauung – das zu vermitteln, was sie im Leben und als Gemeinschaft trägt: Vertrauen, Hoffnung und eine achtsame wie wertschätzende Offenheit. Im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim können Kinder das ganz konkret und altersentsprechend erfahren:untereinander, mit den pädagogischen Fachkräften, in der ökumenischen Gemeinschaft der Pfarrei St. Pius mit der Thomasgemeinde und in Gemeinschaft mit Gott. Festgehalten wurde das unter anderem auch in einer rund 70-seitigen Kita-Konzeption, die mit den pädagogischen Fachkräften, den pastoralen Mitarbeitern beider Gemeinden vor Ort und der Unterstützung durch die Studienleiterin am Religionspädagogischen Institut, der Evangelischen Landeskirche, erarbeitet wurde.
Diese Verbundenheit vor Ort empfinden alle Beteiligten als bereichernd und wertvoll. Denn auch wenn Dunja Frank als ehemalige Leitung der Kita St. Pius nun im Ökumenischen Kinderhaus Neuostheim die Geschicke lenkt, so ist ihre evangelische Kollegin, Sigrid Mohr-Messarosch – Leiterin der Kita Reiterweg, Neuhermsheim, und zwischenzeitlich auch Kita-Leitung in der Dürerstraße – weiter Teil dieses Miteinanders. „Sie hat mir beispielsweise bei der Auswahl der Möbel geholfen“, erläutert Frank, die den engen Austausch mit ihrer Kollegin nicht missen möchte. Bei der Einweihung und Segnung des Kinderhauses Neuostheim wird Sigrid Mohr-Messarosch daher selbstverständlich aktiv mitgestalten: Sie wird im Festgottesdienst Kinder und Gemeinde mit der Gitarre begleiten und auch eine Fürbitte lesen.
Unterstützung für dieses Miteinander erhalten die Teams übrigens auf allen Ebenen. „Alle, sie diese Kita mit Leben füllen, die tragen, begleiten oder sich ihr und den Kindern dort verbunden fühlen setzen sich in besonderer Weise für Ökumene ein – sie arbeiten am Voranschreiten und Vertiefen des Miteinanders“, so die positive Resonanz. imp/pr
© Mannheimer Morgen, Freitag, 06.07.2018
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LESERBRIEF

Radschnellweg ein Projekt der Ideologie
31. Juli 2018      Leserbrief-Schreiber: Roland Bardy, Mannheim-Neuostheim

Zum Thema „Radschnellweg“: Der Radschnellweg, für den in Neuostheim der Neckardamm für Fußgänger gesperrt werden soll, erscheint mir, wenn ich die Debatte verfolge, ein Ideologie-Projekt zu sein. Warum sonst sollen ihm Spaziergänger weichen, die dort seit Jahrzehnten unterwegs sind – zumeist junge Familien mit Kinderwagen und ältere Menschen?

Wo bleibt hier die Vernunft? Es könnte ohne großen Aufwand das Paul-Martin-Ufer zur Fahrradstraße gemacht werden (die Ladenburgstraße ist ja schon eine), und dort könnten von der Straßenbahnhaltestelle Neuostheim aus die Radler zügig stadteinwärts fahren, ebenso zurück. Und man kann wohl von einem Radfahrer verlangen, dass er sich mit Augenmaß bewegt, wenn er die Fahrradstraße mit Fußgängern und Kraftfahrzeugen teilen muss.

Aber leider zeigt ja, wie bekannt, das Beispiel Innenstadt, dass dies keineswegs so gelebt wird. Warum also noch mehr Platz, noch mehr Vorrang für eine von der (grünen) Ideologie verhätschelte Gruppe? Es gibt bessere Lösungen!

© Mannheimer Morgen, Dienstag, 31.07.2018
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SOMMERSERIE „ERFOLGREICH IM STADTTEIL“ FARBENFROH, FRISCH, FRANZÖSISCH – DREIFACHER GENUSS IM BISTRO CHEZ GEORGE IN NEUOSTHEIM

Ein Stück Frankreich um die Ecke
29. August 2018  Mannheimer Morgen Autor: Sylvia Osthues

Dass die Mannheimer auch ein bisschen französisch sind, zeigen sie den Gästen gerne und in vielerlei Hinsicht. Die Nähe zum Nachbarn drückt sich aus in der Mentalität und Sprache, beim Essen und Trinken. Schließlich ist Mannheim auch ein bisschen französisch – hier und da und geschichtlich sowieso. So gibt es in der Stadt eine Reihe von Bistros, Restaurants und Brasserien, wo Frankreich nicht mehr weit zu sein scheint.

Zum Beispiel: das Bistro Chez George in Neuostheim. Da kann man eintauchen in kulinarische Spezialitäten und ein bisschen savoir-vivre. Das Besondere an diesem kleinen, schnuckeligen Bistro ist die Mischung aus Kunst und Genuss. George Mirenes, 1956 in Paris geboren, kam der Liebe wegen nach Mannheim. Er ist Maler und Bildhauer und hat sein Atelier und seine Galerie in den gleichen Räumlichkeiten in der Dürerstraße 21. Mirenes Bilder bestechen durch kräftige Farben, geschwungene Linien und fließende Formen. Kraftvoll, fröhlich aber auch romantisch und nachdenklich wirken seine Werke.


Von Paris mitgebracht

Außerdem ist Mirenes ein leidenschaftlicher Koch. „Kochen ist auch Kunst, ist kreativ“, betont der Künstler. Und so fasste der gastfreundliche Franzose vor fünf Jahren den Entschluss, Kunst und Genuss zu verbinden. „Eine Bibliothek oder Galerie mit Bistro, das kenne ich von Paris und wollte diese Kombination auch hier in Mannheim ausprobieren. Meinen Gästen gefällt die Kombination aus Kunst und Genuss, sie fühlen sich wohl – zwischen Bildern und Skulpturen ist Platz genug“, erzählt Mirenes. „Das Kochen liegt mir im Blut“ sagt er. Auch in seinem Elternhaus in Paris sei immer gekocht worden für viele Gäste. Sein Vater stammt aus Andalusien und seine Mutter ist Pariserin. Und so mischte sich am heimischen Herd unter die original französische Küche die verführerische Würze des Orients.

„Orientalische Küche ist gesund, alles ist frisch, die Leute müssen ein bisschen warten – zum Essen sollte man sich Zeit nehmen“, betont Mirenes. Am Vormittag hat er die Zutaten eingekauft. Dann wird gekocht und gebrutzelt in der offenen Küche, werden knackige Salate zubereitet. Dabei plaudert der Künstler munter weiter mit seinen Gästen. Couscous Royal mit drei verschiedenen Fleischsorten, eine Linsensuppe nach französisch-orientalischer Art und dazu eine selbst gemachte Limonade mit frischer Minze. Fünf verschiedene Gerichte gibt es jeden Tag von Montag bis Samstag von 12 bis 18 Uhr und nach Bedarf. Platz ist in der Galerie auch für Geburtstags- und anderen Feiern mit bis zu 20 Gästen. An warmen Tagen ist die Außenterrasse geöffnet, auch hier sitzen die Gäste inmitten von Kunst.
Gäste aus dem Eastsite

„Das ist schon was ganz Besonderes, zusätzlich zum leckeren Essen, das hier ganz individuell zubereitet wird“, sagt Jungunternehmer Daniel Lindner. Vor allem aus den umliegenden Büros im benachbarten Gewerbeviertel Eastsite kommen die Gäste. Wer also Appetit darauf hat, mal wieder original französisch zu schlemmen mit einem Hauch Orient – der ist herzlich willkommen im Bistro Chez, dem kleinen Frankreich um die Ecke.

NEUOSTHEIM/NEUHERMSHEIM 

BEZIRKSBEIRAT LEHNT KINDERHAUS IM GEWERBEGEBIET IN NEUOSTHEIM AB

Harsche Kritik an Privat-Kita

23. März 2018 Autor: Sylvia Osthues

Seit 2017 im Bau: die umstrittene Kindereinrichtung der ActiveKid GmbH in der Hans-Thoma-Straße.

Seit 2017 im Bau: die umstrittene Kindereinrichtung der ActiveKid GmbH in der Hans-Thoma-Straße.

© Osthues

„Was hat der Bezirksbeirat damit zu tun?“, fragte Grünen-Bezirksbeirat Andreas Schöber provokant in die Runde. Er erinnerte daran, dass das Gremium schon vor fünf Jahren ein Votum abgegeben habe. Die Ansiedlung im Gewerbegebiet habe zudem nichts mit der Versorgung mit Kindergartenplätzen vor Ort zu tun. Schöber wertete die Vorstellung des Projekts durch Christel Faller vom Fachbereich Kinder, Jugend, Familie einen Tag vor Beschlussfassung im Jugendhilfeausschuss als „Alibiveranstaltung“. Stadträtin Melis Sekmen ermahnte ihn, sich in der Ausdrucksweise zu mäßigen. Das Kinderhaus liege nun mal auf Neuostheimer Gebiet.Die neue, bereits im Bau befindliche Kindereinrichtung der ActiveKid GmbH in der Hans-Thoma-Straße sorgte für kontroverse Diskussionen bei der Sitzung des Bezirksbeirats im Gemeindesaal der katholischen St. Pius Kirche. Sitzungsleiterin Melis Sekmen (Grüne) forderte den Bezirksbeirat auf, ein „Stimmungsbild“ abzugeben. Das lehnten die Bezirksbeiräte ab.


Die Pläne auf einem Schild im Gewerbegebiet.


Einen Tag nach der Bezirksbeiratssitzung stimmte der Ausschuss für Bildung und Gesundheit/Schulbeirat/Jugendhilfeausschuss mit Mehrheit der Aufnahme des Kinderhauses in Trägerschaft der ActiveKid GmbH in Neuostheim mit einer Kindergartengruppe, vier Kindergartengruppen und einer Betreuungszeit von 46.5 Wochenstunden zu.

Nach einer weiteren Vorberatung im Hauptausschuss am 24. April wird der Gemeinderat dann am 3. Mai über die Aufnahme der Kinderhauses in den Bedarfsplan der Stadt entscheiden.

Initiatoren und Förderer der Bewegungskindertagesstätte sind Klaus und Gregor Greinert; Geschäftsführerin der ActiveKid GmbH ist Ursula Seidl.

Im September 2018 soll der Betrieb der neuen Kita in der Hans-Thoma-Straße 12 mit 5000 Quadratmetern Spiel- und Bewegungsfläche für 80 Kindergarten- und zehn Krippenkinder starten. ost

Christel Faller erklärte: Weil man in Feudenheim kein geeignetes Grundstück gefunden habe, werde die überörtliche Einrichtung in Neuostheim errichtet – ein Kinderhaus nicht nur für Kinder aus Neuostheim und Neuhermsheim, sondern aus der ganzen Stadt. Die Maßnahme mit sport- und gesundheitsbetontem Profil und Betreuungszeiten zwischen sechs und elf Stunden pro Tag leiste einen Beitrag zur Erweiterung der kommunalen Bildungslandschaft. Die Umsetzung durch eine private GmbH sei nicht üblich, da Mannheim ansonsten nur anerkannte Träger in den Bedarfsplan aufnehme. Deshalb würden von der Stadt auch nur ortsübliche 46,5 Stunden bezuschusst.

Keine Antwort auf Fragen
Für Bezirksbezirksbeirat Bernd Kriebel (Linke) ist „unverständlich, wieso die Stadt eine solche private und gewinnorientierte GmbH unterstützt.“ Bei 1000 Euro Beitrag im Monat und 760 Euro für Halbtagsbetreuung, sei das „ein Kindergarten für Millionäre“. Ein normaler Arbeitnehmer könne sich das nicht leisten. Das sei eine „bewusste Segmentierung und Diskriminierung der Bürger“. Außerdem blockiere die Stadt mit der Bezuschussung, „dass irgendwo hier ein anderer Kindergarten gebaut wird“.

Stadtrat Steffen Ratzel (CDU) stellte klar: „Das private und gewinnorientierte Projekt will keiner hier unbedingt haben.“ Stadtrat Holger Schmid (Mannheimer Liste) wollte wissen, „was passiert, wenn die Bezuschussung in Höhe von 830 000 Euro abgelehnt wird, und ob die Einrichtung dann trotzdem im September 2018 in Betrieb geht“.

Dann hatten die Bürger das Wort. Michael Reuther ärgerte es, „dass die Verwaltung es geschafft hat, für dieses Projekt ein Grundstück zu finden, aber nicht für den Jugendtreff, der hier dringend gebraucht wird“. Einen Raum für die Jugend suchen auch Mariella Klein und Thomas Ackermann vom Internationalen Bund, die zu Sitzungsbeginn vom erfolgreichen Start der Offenen Jugendarbeit Neuhermsheim berichteten.

Dass Faller keine Antwort geben konnte auf die Fragen der Bürger, zum Beispiel wie viele Mitarbeiter es im Kinderhaus gebe und wie viele Parkplätze, wertete Andreas Schöber als „Blamage, die er ihr und dem Gremium gern erspart hätte“.
© Mannheimer Morgen, Freitag, 23.03.2018
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NEUOSTHEIM 
TAG DER OFFENEN TÜR KARL-VON-DRAIS-SCHULE

Brücken bauen mit türkischem Bohneneintopf

09. März 2018 Mannheimer Morgen Autor: jba

Mohammed Bagra Aktas (l.) servierte auch für seine Mitchüler türkischen Bohneneintopf am Tag der ...

Mohammed Bagra Aktas (l.) servierte auch für seine Mitchüler türkischen Bohneneintopf am Tag der offenen Tür. © bahls

Performance wird einstudiert
Auf einen großen Publikumszuspruch hofften die Verantwortlichen der Karl-von-Drais-Schule am Tag der offenen Tür. „2017 hat unsere Schule zehnjähriges Jubiläum gefeiert, da waren es rund 600 Besucher“, berichtete Nadine Strifler, Lehrerin am Gymnasium. Zusammen mit der Realschule kämen sie derzeit auf 270 Kinder und Jugendliche. Die Einrichtung wende sich mit dieser Veranstaltung an alle Viertklässler und Quereinsteiger, einmal in die Klassenräume zu schauen, wo der Nachwuchs der Schule seine Projektarbeiten vorstellte.

In den drei Vorbereitungstagen hatte sich die siebte Realschulklasse der Brandmalerei gewidmet. Dabei arbeiteten die Schüler mit einem heißen Werkzeug auf Materialien wie Kork, Leder und Holz. Als Ergebnis entstanden geschriebene oder gemalte Bildkulturen. Der Nachwuchs der fünften Realschulklasse hatte die Zeit genutzt, um aus Müll Musik- und Rhythmusinstrumente zu erstellen.

„In diesem Jahr haben wir zudem den Abraham-Pokal verliehen bekommen“, berichtete Florence Kolivas. Dieser stünde diesmal unter dem Motto „Ängste überwinden- Brücken bauen“. Einige Projekte der Schüler hätten sich an dieser Überschrift orientiert, so die stellvertretende Schulleiterin. „Das macht auch uns Lehrer stolz, dass so viel Vertrauen in die Schule gesetzt wird“, sagte Kolivas. Derzeit studiert die 8. Klasse eine Theaterperformance zum Thema „Ängste überwinden - Brücken bauen“ ein.

Auch die Selbstverteidigungs-AG wollte da mit einer Show im Foyer nicht zurückstehen.
Meryem Vildan Duran und Selin Özen hatten mit ihren Mitschülern ein römisches Katapult gebaut. Überhaupt gebe es auf der Schule viele handwerklich begabte Kinder, bestätigten die beiden 14-jährigen Gymnasiastinnen. Die 7. Realschulklasse hatte bereits am Tag der offenen Tür Brücken geschlagen und die verschiedenen Kulturen in Mannheim näher beleuchtet. Dafür vermittelten die Mädchen und Jungen spielerisch Begriffe aus der Herkunftssprache sowie die Besonderheiten der Kulturen. Musikalisch setzte neben der Schulband auch die Percussiontruppe „Karl-von-Drums“ ein Ausrufezeichen.

Andere hätten ein Marsmobil gefertigt. „Es ist schön, dass unserer Eltern da sind und wir uns von dieser Seite zeigen können“, betonte das Duo. Mohammed Bagra Aktas ließ seiner Begabung in der Küche bei der Zubereitung eines türkischen Bohneneintopfs freien Lauf. „Dieser nennt sich Fasülye“, erklärte der 15-Jährige.

So viel Kreativität erstaunte Florence Kolivas nicht. „Unsere Schule bietet für alle Schüler von den Klassen fünf bis sieben extra Coachingstunden“, betonte sie. Für jede Klasse gebe es zudem Klassenlehrerstunden, in denen individuell auf die Schüler eingegangen werden könne. Darüber hinaus erhalten alle Abschlussklassen spezielle Vorbereitungskurse in den Ferien, um mit einem möglichst optimalen Abschlusszeugnis den nächsten Lebensabschnitt anzugehen. jba

Festgefahren: Dreck auf dem Radweg in Neuostheim.

Festgefahren: Dreck auf dem Radweg in Neuostheim. © Kai Schlachter

Schon nach dem ersten Hochwasser Anfang Januar machte der Leser Kai Schlachter die Stadt darauf aufmerksam, dass der Fahrradweg am ehemaligen Campingplatz in Neuostheim mit Schwemmgut verdreckt sei. Zwar erklärte man seitens der Stadt zunächst, nicht zuständig zu sein, reinigte den Radweg dann aber doch (der „Mannheimer Morgen“ berichtete).

Nach dem zweiten Hochwasser nun die gleiche Situation: Wieder hinterließ der Neckar Schlamm und Dreck auf dem Radweg, wieder wurde wochenlang nicht geräumt. Bei Nässe wird der Schlamm glitschig – Unfallgefahr droht. Die Strecke wird häufig genutzt, viele fahren hier mit dem Rad zur Arbeit. Auch Kai Schlachter gehört zu den Betroffenen. Ihn ärgert vor allem, dass die Stadt den Radverkehr fördern will, aber die bereits vorhandenen Wege nicht ausreichend pflegt.
Auf Nachfrage dieser Zeitung bei der Stadt zeigte man sich bemüht, das Problem zu lösen. Dennoch besteht immer noch Unklarheit darüber, wer für die Reinigung des Radwegs zuständig ist. Man könne das voraussichtlich erst nächste Woche beantworten. 
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NEUOSTHEIM KRIPO-ERMITTLER SUCHEN ZEUGEN

Einbruch gescheitert
03. Februar 2018 Mannheimer Morgen Autor: tan/pol

Unbekannte haben versucht, in die Wohnung eines Mehrfamilienhauses in der Dürerstraße in Neuostheim einzubrechen. Wie die Polizei gestern berichtete, hielt jedoch die Tür zur Wohnung den Aufbruchversuchen am Donnerstagmittag stand, allerdings dürfte Sachschaden von 1000 Euro entstanden sein.

Eine Bewohnerin hatte gegen 11.30 Uhr laute Geräusche aus dem Obergeschoss gehört und vor dem Haus einen ihr unbekannten Mann beobachtet. Er ist etwa 1,70 Meter groß, schlank und trug dunkle Jeans. Im Anwesen kam ihr dann eine zweite männliche Person entgegen. Beide Verdächtige seien definitiv keine Bewohner des Mehrfamilienhauses gewesen, so die Polizei. Die zweite Person beschrieb die Zeugin so: etwa 30 Jahre alt, circa 1,60 bis 1,70 Meter groß, Dreitagebart. Er trug eine blaue Pudelmütze. Möglicherweise handelte es sich bei den beiden um die Einbrecher, so die Polizei.

Die Wohnungsinhaberin war am Donnerstag zwischen 8.15 Uhr und 16.55 Uhr nicht zu Hause. Sie erstattete Anzeige beim Revier Oststadt. Zeugen, denen das Duo gegen 11.30 Uhr aufgefallen ist, werden gebeten, sich mit dem Polizeirevier Oststadt, Telefon 0621/174-3310, oder der Kriminalpolizeidirektion, Rufnummer 0621/174-4444, in Verbindung zu setzen. tan/pol
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NEUOSTHEIM

49-Jährige schlägt Diebe in die Flucht

MANNHEIM.Eine Frau hat in Neuostheim zwei Handtaschenräuber vertrieben. Wie die Polizei gestern berichtete, ereignete sich der Vorfall bereits am Montag zwischen 19 und 20 Uhr an der Haltestelle Hans-Thoma-Straße/Will-Sohl-Straße. Zwei Unbekannte versuchten, der 49-Jährigen die Handtasche zu entreißen. Einer der Täter näherte sich der Frau, um sie abzulenken, der andere riss an ihrer Handtasche. Das Opfer wehrte sich jedoch heftig, so dass die Täter von ihr abließen und in Richtung Straßenbahnhaltestelle „Neuostheim“ flüchteten. Die 49-Jährige verletzte sich leicht. Die Täterbeschreibung: etwa 20 bis 25 Jahre alt, schlank, circa 1,70 Meter groß, seitlich kürzer geschnittene Haare, beide waren dunkel gekleidet, einer der Täter trug auffällig orangefarbene Sportschuhe. Hinweise an die Kripo unter Telefon 0621/1 74 44 44
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BUNDESWEHR VERWALTUNGS-HOCHSCHULE IN NEUOSTHEIM WIRD AUF BIS ZU 660 STUDENTEN AUSGEBAUT / NOCH KEIN BAUBEGINN FÜR ZUSÄTZLICHE UNTERKÜNFTE

Die Truppe schafft neue Stellen

Fachbereichsleiterin Sylvia Jahnz beim Neujahrsempfang.

Fachbereichsleiterin Sylvia Jahnz beim Neujahrsempfang. © Prosswitz

MANNHEIM.Die Bundeswehr wächst wieder und braucht daher auch mehr ziviles Personal. Daher ist der Fachbereich Bundeswehrverwaltung an der Hochschule des Bundes in Neuostheim auf Wachstumskurs. „Wir haben viel vor“, kündigte Sylvia Jahnz, Direktorin und Fachbereichsleiterin, gestern beim Neujahrsempfang der Bildungseinrichtung in der Seckenheimer Landstraße an.

Derzeit umfasst sie rund 540 Studenten, diese Zahl soll auf bis zu 660 steigen. Vor Jahren war die Zahl im Zuge der Reduzierung der Bundeswehr auf 300 gesunken, doch längst ist die vom Bundesverteidigungsministerium ausgerufene „Trendwende Personal“ auch in Neuostheim spürbar. Jahnz berichtete von einer „signifikanten Erhöhung der Einstellungsquoten bis zur Schmerzgrenze“. Das bedeute pro Studienjahrgang 100 Einstellungen plus 37 Studierende eines neu eingerichteten Fernstudiengangs.

Allerdings gelinge es nicht, alle freien Stellen im Bereich der Lehre und Verwaltung in Neuostheim zu besetzen. „Der Raum Mannheim ist für viele Kollegen unseres Ressorts beruflich längst nicht mehr so interessant wie zu früheren Zeiten“, bedauerte sie, dass von 35 Stellen von Dozenten allein viereinhalb derzeit unbesetzt sind. Man müsse da „der Konzentration von Personal und attraktiven Dienstposten im Köln- Bonner Raum und Berlin Tribut zollen“, erklärte Jahnz.

Vier weitere Hörsäle

Der Fachbereich ist als zentrales Lehrinstitut direkt dem Verteidigungsministerium unterstellt. Schwerpunkt ist die Laufbahnausbildung für den gehobenen nichttechnischen Dienst der Bundeswehrverwaltung. Der Fachbereich ist unabhängig vom benachbarten Bildungszentrum der Bundeswehr, beide nutzen aber einige Einrichtungen gemeinsam. Aufgeben musste Jahnz die Hoffnung, dass neue Unterkünfte mit über 500 Zimmern auf dem Campus bis Mitte 2019 fertig gestellt sein werden. „Im Rahmen der Ausschreibung konnte kein Generalunternehmer gefunden werden, der den zur Verfügung gestellten Kostenrahmen eingehalten hat“, sagte sie, „daher muss nochmals ausgeschrieben werden“. Allerdings stünden ab Ende Februar vier weitere moderne Interimshörsäale auf dem Campus zur Verfügung, „die den gestiegenen Einstellungsquoten geschuldet sind“, wie sie sagte.

Besichtigen kann man das alles beim „Tag der Bundeswehr“ am Samstag, 9. Juni, dessen Vorbereitung sie und ihr Team „ganz schon in Atem hält“, so Jahnz.
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© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 24.01.2018
HOCHWASSER SCHLAMMMASSEN BLOCKIEREN FAHRRADWEGE
Stadt räumt jetzt doch


Nachdem der Neckar in den vergangenen Tagen über die Ufer getreten war, wurden viele Flächen in der Nähe des Wassers überflutet. So auch der Fahrradweg im Bereich des ehemaligen Campingplatzes in Neuostheim. Hier verläuft eine von Fahrradfahrern hoch frequentierte Strecke. Nach dem Rückgang des Hochwassers hatte sich auf diesem Weg eine dicke Schlammschicht gebildet, die das Befahren des Weges unmöglich machte.

Der Leser Kai Schlachter machte daraufhin die Stadt auf das Problem aufmerksam und bat um die Beseitigung der Verschmutzung. Doch die Stadt erklärte, dafür nicht zuständig zu sein: „Dies ist ein landwirtschaftlicher Weg, welcher von Bauern genutzt wird. Hier reinigen wir nicht“, hieß es. Schlachter meldete sich daraufhin beim „Mannheimer Morgen“. Er sei verärgert, so sagte er, dass die Stadt einerseits Radverkehr fördern, aber auf der anderen Seite die Wege dafür nicht instand halten will. Doch eine erneute Anfrage des „Mannheimer Morgen“ bei der Stadt ergab nun: Der Fahrradweg ist bereits am Montag gereinigt worden. Mit speziellen Geräten seien die Schlammmassen weggeschoben worden, erklärte ein Stadtsprecher. Da die Strecke danach allerdings immer noch nicht befahrbar war, sei sie aus Sicherheitsgründen gesperrt worden. Geplant ist, dass am heutigen Donnerstag ein LKW das liegengebliebene Schwemmgutabtransportieren soll. Wenn diese Arbeiten erfolgreich abgeschlossen sind, wird der Fahrradweg in Neuostheim ab dem Nachmittag wieder freigegeben und befahrbar sein. 
© Mannheimer Morgen, Donnerstag, 11.01.2018
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NEUOSTHEIM/NEUHERMSHEIM NADINE UEBERSCHAER IST NEUE PFARRERIN DER EVANGELISCHEN THOMAS-GEMEINDE

„Ein spannender Dienstort“

„Ich bin ein Stadtkind“: Nadine Ueberschaer.

„Ich bin ein Stadtkind“: Nadine Ueberschaer.

© Osthues

Ende 2017 vollzog sich für Außenstehende unbemerkt in Neuostheim ein Wechsel: Pfarrerin Nadine Ueberschaer übernahm die seelsorgerische Betreuung der 1741 Mitglieder zählenden Thomas-Gemeinde in Neuostheim und Neuhermsheim.

Nadine Ueberschaer ist geboren und aufgewachsen in Gummersbach, in einer kirchlich engagierten Familie. Sie war dort mit ihrem Bruder in der Jugendarbeit aktiv. „Theologie studiert habe ich, weil ich mich mit meinem Glauben und den Traditionen, in denen ich aufgewachsen bin, kritisch auseinandersetzen und sie durchdenken wollte“, erklärte Ueberschaer.

Ihr Studium begonnen und abgeschlossen hat Ueberschaer in München. Zwischendurch verbrachte sie zwei Semester in Tübingen. Nach dem Studium blieb sie zunächst an der Universität – als wissenschaftliche Assistentin in München und dann in Zürich im Fach Neues Testament. Für ihre Dissertation „Theologie des Lebens: Glaube und Leben bei Paulus und Johannes. Ein theologisch-konzeptioneller Vergleich auf dem Hintergrund ihrer Glaubenssummarien“ erhielt Ueberschaer im Mai 2017 den Jahrespreis der Theologischen Fakultät. Ihr Vikariat absolvierte sie an der Kreuzkirche in Konstanz-Allmannsdorf. Der zweijährige Probedienst (noch bis Sommer 2018) führte sie schließlich über Brühl nach Mannheim. Seit April 2017 ist Ueberschaer Seelsorgerin der evangelischen Gemeinde in Neuostheim und Neuhermsheim.

Vielfältige Aufgaben

Nach einer gemeinsamen Einarbeitungszeit in der Thomasgemeinde vertritt Ueberschaer nun seit September 2017 Pfarrerin Egenlauf-Linner, die ein Sabbatjahr macht (wir berichteten). „Ich freue mich über die herzliche Aufnahme in der Gemeinde und die gute Zusammenarbeit mit den engagierten Ehrenamtlichen, besonders dem Ältestenkreis“, so Ueberschaer. Die Thomasgemeinde sei „eine sehr lebendige und quirlige Gemeinde und mit ihren zahlreichen Projekten, insbesondere der Ökumene mit der St.Pius-Gemeinde, und verschiedenen Einrichtungen, wie dem Thomaskindergarten und dem ThomasHaus für Senioren, „ein spannender Dienstort mit vielfältigen Aufgaben und ganz eigenen Herausforderungen“. Als Beispiele nannte sie den Guss der Ökumene-Glocke, den Umbau der St. Pius-Kirche, das entstehende ThomasCarrée und das Ökumenische Kinderhaus.

Daneben sind es aber insbesondere die Kernaufgaben ihres Dienstes, die ihr besonders am Herzen liegen: Menschen in unterschiedlichen Situationen ihres Lebens, wie bei einer Taufe oder einer Beerdigung, zu begleiten; gemeinsam Gottesdienste zu feiern in verschiedenen Formen und in einer Gemeinschaft von Kindern bis zu Senioren. Inzwischen habe sie schon eine Menge Leute aus der Gemeinde kennengelernt und freue sich über die entstandenen Kontakte, so Ueberschaer.

Wohnort Innenstadt

Die Pfarrerin ist verheiratet mit Frank Ueberschaer, mit dem sie in der Innenstadt wohnt. In ihrer Freizeit entdecken sie momentan Mannheim und Umgebung, besuchen gerne Museen, gehen ins Theater oder Kino, wandern und reisen. „Ich bin ein Stadtkind“, bekannte Ueberschaer. Mannheim mit seinen verschiedenen Stadtvierteln, unterschiedlichen Menschen verschiedener Nationalitäten, Kulturen und Religionen sowie dem kulturellem Angebot gefalle ihr sehr gut. „Ich mag die offene Art der Menschen, die Möglichkeit, beim Bäcker ein paar Worte miteinander zu wechseln und leicht ins Gespräch zu kommen“, sagte sie.

Dasselbe gilt für Neuostheim und Neuhermsheim. Beide Stadtteile seien zentral gelegen, zugleich aber in gewisser Weise überschaubar, so dass sich die Menschen untereinander kennen würden.